Nur zwei Dinge Durch so viele Formen geschritten, durch Ich und Wir und Du, doch alles blieb erlitten durch die ewige Frage: wozu? Das ist eine Kinderfrage. Dir wurde erst spät bewußt, es gibt nur eines: ertrage - ob Sinn, ob Sucht, ob Sage- dein fernbestimmtes: Du mußt. Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere, was alles erblühte, verblich, es gibt nur zwei Dinge: die Leere und das gezeichnete Ich.
von Gottfried Benn

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Was nütz dir ein Ewiges leben, wenn du es allein leben musst?

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"So wilde Freude nimmt ein wildes Ende Und stirbt im höchsten Sieg, wie Feu'r und Pulver Im Kusse sich verzehrt."





Die Zeit

Wo ist die zeit. Wo ist die Zeit vom letzt Jahr, als ich mit dir so glücklich wa? Wo ist die Zeit vom vergangen tag? Wo ist die zeit die dazwischen lag? Wo ist die Zeit, die man vergisst, weil da nicht viel gewesen ist? Wo ist die Zeit von morgen? Was hält sie mir verborgen? (vieleicht kenn ihr das gedicht ja ich find es super)

Das Leben

Öffne die Augen den das Leben bietet mehr als du denkst und als du dir je erträumst. Du wirst nie alles sehn aber wenn du jetzt nicht schon mal anfängst einen teil für dich zu entdecken dann wirst du immer allein und einsam sein. Lebe! (von poet)

 

Abschied

Du füllst mich an wie Blut die frische Wunde
und rinnst hernieder seine dunkle Spur,
du dehnst dich aus wie Nacht in jener Stunde,
da sich die Matte färbt zur Schattenflur,
du blühst wie Rosen schwer in Gärten allen,
du Einsamkeit aus Alter und Verlust,
du Überleben, wenn die Träume fallen,
zuviel gelitten und zuviel gewußt.
 
Entfremdet früh dem Wahn der Wirklichkeiten,
versagend sich der schnell gegebenen Welt,
ermüdet von dem Trug der Einzelheiten,
da keine sich dem tiefen Ich gesellt;
nun aus der Tiefe selbst, durch nichts rühren,
und die kein Wort und Zeichen je verrät,
mußt du dein Schweigen nehmen, Abwärtsführen
zu Nacht und Trauer und den Rosen spät.
 
Manchmal noch denkst du dich -: die eigene Sage -:
das warst du doch -? ach, wie du dich vergaßt!
war das dein Bild? war das nicht deine Frage,
dein Wort, dein Himmelslicht, das du besaßt?
Mein Wort, mein Himmelslicht, dereinst besessen,
mein Wort, mein Himmelslicht, zerstört, vertan --
wem das geschah, der muß sich wohl vergessen
und rührt nicht mehr die alten Stunden an.
 
Ein letzter Tag -: spätglühend, weite Räume,
ein Wasser führt dich zu entrücktem Ziel,
ein hohes Licht umströmt die alten Bäume
und schafft im Schatten sich ein Widerspiel,
von Früchten nichts, aus Ähren keine Krone
und auch nach Ernten hat er nicht gefragt --
er spielt sein Spiel, und fühlt sein Licht und ohne
Erinnern nieder - alles ist gesagt.

 von Gottfried Benn

 

Ein Wort

Ein Wort, ein Satz -: aus Chiffren steigen
erkanntes Leben, jäher Sinn,
die Sonne steht, die Sphären schweigen,
und alles ballt sich zu ihm hin.
 
Ein Wort - ein Glanz, ein Flug, ein Feuer,
ein Flammenwurf, ein Sternenstrich -
und wieder Dunkel, ungeheuer,
im leeren Raum um Welt und Ich.
 
Gottfried Benn

Nur zwei Dinge

                                 Durch so viele Formen geschritten,
                                        durch Ich und Wir und Du,
                                         doch alles blieb erlitten
                                     durch die ewige Frage: wozu?

Das ist eine Kinderfrage.
Dir wurde erst spät bewußt,
es gibt nur eines: ertrage
- ob Sinn, ob Sucht, ob Sage-
dein fernbestimmtes: Du mußt.

Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere,
was alles erblühte, verblich,
es gibt nur zwei Dinge: die Leere
und das gezeichnete Ich.

Gottfried Benn

 

Einsamkeit der Liebe

Einsamkeit und Liebe ich und du...oder nur ich? Einsamkeit und Liebe? Geht das? Ja beides in meinem Herzen verschlossen...der Druck der Gedanken die lasst der freiheit...alles in meinem Herz...ich werde verblühn bitte bitte bitte öffne mein Herz ich merke das es verblüht. Diese Last diese Freiheit...immer wollte ich Frei sein und jetz...Flügel geträngt in Blut...doch ich werde sie solange schlagen bis sie wieder frei sind...und ich werde fliegen fliegen fliegen...

von poet

 

 




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